





|
|
| Weinlagen - Weinberge |
|
|
|
Der Weinberg ist mit den Faktoren Hangneigung, Hangrichtung und Bodenart eine sehr entscheidende Komponente bei der Erzeugung von großen Weinen. Die Erfahrungen über mehrere Generationen von Kellermeistern im Weingut Diefenhardt hat uns gelehrt, unsere Weinberge qualitativ einzustufen. Die besten Qualitäten ernten wir im Hangmittelbereich in den Berglagen in Martinsthal und Rauenthal.
Die Weinlage liegt im Steilhang auf dem sich von West nach Süd drehenden Martinsthaler Berg. Die Böden im Westen in Dorfnähe sind Schieferverwitterungsböden und werden in östlicher Richtung zunehmend durch einen steigenden Lößanteil geprägt. Charakteristisch für die Rieslingweine aus dieser Lage ist ein an Birnen und Pfirsich bis Aprikose erinnerndes Bouquet. Elegante Weine mit viel Frucht und Würze und sehr guter Lagerfähigkeit. Im Durchschnitt der Jahre erzielten die Rieslingmoste aus der Lage Martinsthaler Langenberg in unserem Weingut die höchsten Oechslegrade. Das Weingut bewirtschaftet in dieser Spitzen-Rieslinglage 6 ha Rebfläche, wovon 2,7 ha als Erstes Gewächs in die Lagenklassifizierung aufgenommen wurden.
Benannt nach dem 1151 gegründeten Kloster Rode und dem gleichnamigen Dorf. Heute erinnert nur noch eine kleine Kapelle daran, dass hier ein Wallfahrtskloster stand. Das Martinsthaler Rödchen ist nach Süden ausgerichtet und hat dadurch ganztägig Sonneneinstrahlung. Tiefgründige Böden von Lößlehmen und Löße bis tertiäre Mergel- und Tonböden lassen gehaltvolle Weine reifen. Unsere Spätburgunder aus dieser Lage zeigen Körper und Komplexität großer Rotweine. In trockenen Jahren erzielen wir hier die besten Ergebnisse, da genügend Feuchtigkeit im Boden verbleibt. Das Weingut bewirtschaftet hier 2,2 ha Rebfläche, von denen 1,1 ha in die Lagenklassifizierung der Ersten Gewächse aufgenommen wurden.
Die besten Weinberge liegen im Steilhangbereich auf rotem Phyllitschiefer mit etwa 50% Hangneigung. Der roten Erde verdankt dieser Ort auch seinen Namen. Die erste urkundliche Nennung der Lage erfolgte im Jahr 1211. Charakteristisch für den Rothenberg ist ein an Zitronen, Limonen und Südfrüchte erinnerndes Bouquet. Die Weine zeigen ihre große Finesse am besten in einer balancierten Säure-Süße-Struktur. Besonders in guten Jahrgängen kommt die Größe des Weines erst nach zwei bis drei Jahren zur Entfaltung. Ein besonderer Wein aus dieser Lage ist der 1921 Rauenthaler Rothenberg Riesling Edelbeerenauslese, welcher als Zeppelinwein in die Geschichte unseres Weingutes einging. Dr. Hugo Eckener und seine Crew tranken ihn 1929 auf ihrer ersten Weltumrundung mit Zeppelin LZ 127 zur Feier der Meridianüberschreitung. Ein Brief von Dr. Eckner erinnert an dieses Ereignis. Das Weingut bewirtschaftet 2,2 ha Rebfläche in dieser Lage. Im Rauenthaler Rothenberg wurden 0,8 ha von unserer Rebfläche als Erstes Gewächs in die Lagenklassifizierung aufgenommen.
Als "Wild’s Aue" bezeichneten die Martinsthaler jenes Gemarkungsstück, wo häufig das Wild aus dem Wald trat. Durch die Jahre entstand daraus die Lagenbezeichnung Wildsau. Nach Südwest ausgerichtet, hat die Lage bis zum späten Abend Sonne. Der Wald schützt vor kalten Nordwinden, so dass die Trauben hier hervorragend gedeihen und reifen können. Sie erstreckt sich vom Martinsthaler Berg bis in den ebenen Bereich zum Rödchen. In den Steilhängen, Phyllitböden mit Lößbeimengungen, gegen den Waldrand mit Kiesbeimengungen, ernten wir beste Qualitäten. Rieslingweine aus guten Jahrgängen duften nach Birne und Pfirsich und zeigen die geschmackliche Vielfalt großer Weine. Oft sind sie würzig und etwas reifer als vergleichbare Rauenthaler Weine. 1,9 ha von insgesamt 5,5 ha Rebfläche in dieser Lage, wurden als Erstes Gewächs in die Lagenklassifizierung aufgenommen
|

Langenberg
Rödchen
Rothenberg
Wildsau